über mich – tagesbrise

Die Geburt von Tagesbrise.

Gefühle kann man nicht an studieren!

Auch ich bin in meinem Leben festgefahren.
Und ich meine WIRKLICH festgefahren …
Zu meiner Spielsucht und dem Drang täglich ins Fitnessstudio gehen zu müssen war ich nach meiner ersten festen Beziehung in der ich Betrogen wurde dann auch nicht mehr in der Lage mich fest zu binden … Ständig wechselnde Frauengeschichten, immer mit der Hoffnung da könnte ja noch eine bessere kommen. Und dann kam meine Krebserkrankung und ließ meine erbaute Komfortzone und Basis einstürzen, denn ich wollte noch nicht sterben …

Im Nachgang hatte ich vor lauter Konsum, falschen Glaub und Leidsätzen vergessen worauf es in meinem Leben ankommt. Ich hatte verlernt zu fühlen, meine Emotionen fließen zu lassen und jede einzelne Minute zu genießen. Mein Leben war so schnell, das ich es unmöglich hätte Bewusst leben können, deshalb war ich in einem Zustand gefangen den Tim Bendzko in seinem Lied ,,Keine Maschine“ super auf den Punkt bringt.

Ich musste mich um 360 Grad drehen, das wusste ich aber wie ???
Ich nahm einfach alle Optionen an! Ich ließ mich auf eine ambulante Therapie ein, einmal die Woche… Es half nicht, es war zu wenig … Ich ließ mich auf Antidepressiver ein aber das was die Medikamente mit mir machten, löste meine Probleme nicht, sondern nahmen mir die Macht zu denken und ich fühlte mich noch weniger wie ein Mensch wie zuvor.
Also setzte ich diese nach 14 Tagen ab. Ich ließ mich für 10 Wochen in eine stationäre Therapie überweisen und hatte dort das Glück, auf einen wundervollen Therapeuten zu stoßen.

Als ein Engel mir das Werkzeug schenkte.

Mein innerer Umbruch begann, als ich eines Tages mit einer Person sprach, die mich neutral und richtig analysierte, indem sie mich spiegelte. Sie sagte wortwrtlich: “Dennis, du hast dir über 27 Jahre ein „Ferrari – Ego“ aufgebaut, aber wo sind deine Gefühle? Deine Liebe ist vor lauter Stolz und erdachter Stärke auf der Strecke geblieben?!”

Die Stunde meines Bewusstseins.

Es sollten weitere Wochen vergehen, was im Verhältnis zu den Jahren, die ich bereits vergeudet hatte (wohlgemerkt: Ich brauchte jede einzelne falsche Entscheidung, die ich bis dahin getroffen hatte), kein nennenswerter Zeitraum ist.

Ich saß wieder einmal bei meiner Oma. Wie schon so oft, stritten unsere “Egos” über Belanglosigkeiten, welche sich im Eifer des Gefechts zu etwas riesigem aufbauschten. Thema der aktuellen Diskussion war: „Wasser trinken“. Sie erzählte mir, dass sie über Jahrzehnte, „wenn sie es hochrechnet“, auf einen halben Liter am Tag kommen würde. Wasser schmeckt ihr einfach nicht!

Ich als „Ego – Dennis“, der sich ja „wunderbar“ mit Sport und Ernährung auskennt, wusste: Meine Chance ist gekommen! „Egozeit“ (ein ganz natürlicher, unbewusster Vorgang, wie ich heute weiß).

So sagte ich den Satz, dessen Sinn das Leben meiner Oma um ein VIELFACHES verbessern sollte… Dachte ich zumindest.

,,Du musst mehr trinken!“

Dass eine „Zielansprache“ ähnlich wie diese, oder „Dann hör doch auf zu rauchen“, nicht viel bringt, weiß ich erst jetzt.

Und so sollte mir die damalige Situation die Augen öffnen. Gleich nachdem ich sie ausgesprochen hatte, geisterten mir meine vermeintlich lebensverändernden Worte wie Fremdkörper durch den Kopf. In Verbindung mit der Erkenntnis, welche ich ein paar Wochen zuvor erlangen durfte, wurde mir plötzlich klar, dass ich immer nur das sah und hörte, was mein Ego für wichtig hielt und worüber es in Rage geraten konnte.

In einem Bewusstsein, welches ich so vorher noch nie erlangt hatte, nämlich dass sie kein Gegner war, den es zu besiegen galt, sondern meine Oma, die sich liebevoll um mich kümmert, fiel der Panzer aus Vorurteilen und falscher Stärke dann letztendlich von mir ab.

Die Erkenntnis, diese Frau seit bereits 7 Jahren jeden Freitag besuchen zu dürfen und ein Mittagessen, welches mit Zusatzarbeit für sie verbunden ist, von ihr genießen zu können; oder die Tatsache, dass sich der Platz auf der Kommode in Richtung Tür wöchentlich neu wie von Zauberhand mit Taschengeld befüllt – was, wenn man die Rente dieser guten Fee namens Oma mit meinem Lohn vergleicht, ruhig anders herum laufen dürfte – waren für mich bis dato selbstverständlich. Das alles nun als MEIN Glück bezeichnen zu dürfen und es endlich auch als solches zu erkennen, ist brachial und traf mich damals völlig unvorbereitet. Nachdem ich Jahre damit zugebracht hatte, aus den falschen Gründen den Starken zu spielen, saß ich nun mit über meine Wangen laufenden Tränen da, und ließ anstelle meines Egos, einfach mein Herz sprechen –

Ich Liebe dich Oma

und verzeih, dass ich so lange nur die „eine Seite der Münze“ gesehen habe und mir erst jetzt klar wird, dass die andere Seite, mein „pures Glück und die vollste Liebe“, mir bereits über Jahre ständig gegenüber saß. Ich hab es durch meine Verblendung nicht sehen können.-

Dies war der Moment, den ich heute als Geburtsstunde von “Tagesbrise” bezeichne.

Ich möchte mit „Tagesbrise“ aktiv einen Teil einnehmen, der Menschen Hoffnung schenkt, in dem ich sämtliche Themengebiete abarbeite in denen in unserer Gesellschaft nur noch Verwirrung herrscht. Dabei ist meine Oberste Priorität alles so einfach und verständlich auszudrücken mit Methapern zu umschreiben das wirklich jeder verstehen kann, wovon ich spreche.

Mein Buch „Tagesbrise Beziehungsfähig“
Erhältlich als Hörbuch, mit einer Spieldauer von 210 Minuten über Amazon und Digistore24 gründet dabei die Basis von Tagesbrise. Und wegen der zahlreichen Mails die ich erhalte, das ihre Beziehung ja nicht das Problem sind, ich immer wieder sage : Die stärkste Beziehung die wir alle führen ist die Beziehung zu uns selbst und erstmal sollten wir diese in Angriff nehmen, bevor wir uns unglücklich in eine Partnerschaft stürzen, wo wir erwarten das der Partner für unser Glück verantwortlich ist … Das ist er nämlich nicht! Er ist Genuss kein Konsum 😉

 

 

 

 

Ich musste lernen als Mensch (Mann) wieder zu weinen!